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Digital

Schweizer Qualität auch online

Bild: iStock/MicroStockHub

Seit 2016 können Unternehmen «.swiss»-Internetadressen beantragen. Die Endung sorgt dafür, dass die Schweizer Herkunft klar ersichtlich ist. Denn das Qualitätslabel im Domain-Namen darf nur führen, wer seinen Sitz auch in der Schweiz hat. Das garantiert das Bundesamt für Kommunikation.

Der Internetauftritt ist eine wichtige Visitenkarte. Sie ist der erste Kontaktpunkt eines Kunden mit dem Unternehmen. Stimmt der Eindruck nicht, kann es schnell passieren, dass diese zu einem anderen Anbieter wechseln. Gerade für ausländische Kunden stellt die Unternehmenswebseite einen zentralen Referenzpunkt dar, da sie das Unternehmen nicht kennen und dessen Vertrauenswürdigkeit schwer einschätzen können. Die Herkunftsangaben eines Produkts oder der Sitz eines Unternehmens können Vertrauen herstellen, zumindest dann, wenn wie im Fall der Schweiz diese gleichzeitig ein Qualitätslabel darstellt. Wenn das «swiss» im Namen einen Bezug zu Schweizer Stärken herstellt, wissen ausländische Kunden bereits beim Besuch der Webseite, dass sie einen gewissen Qualitätsstandard erwarten dürfen.

Vom Bund umsorgt

Diese Überlegung war jedenfalls für die tatsächliche Lancierung der .swiss-Domain zentral. Nachdem die ICANN (internationale Verwaltungsstelle für Domain-Namen) im Jahre 2012 neben den bereits bestehenden weitere Internet-Adressendungen zugelassen hatte, konnte der Bund die Verwaltung der Top-Level-Domain .swiss übernehmen. Anders als bei .ch muss sich bei .swiss-Internetadressen der Unternehmenssitz zwingend in der Schweiz befinden. Dafür sorgt das Bundesamt für Kommunikation BAKOM, das vom Bundesrat mit der Organisation und Verwaltung der Domain beauftragt wurde. Die Domain wurde schliesslich 2016 für Schweizer Unternehmen und Organisationen geöffnet. Seither haben sich bereits über 10 000 Schweizer Unternehmen und Organisationen für eine .swiss-Internetadresse entschieden.

Die Absicht des Bundes war zunächst, die Endung .swiss vor Missbrauch zu schützen. Danach war es konsequent, den Wert der Endung für die Schweiz zu nutzen. Rasch war klar, dass .swiss ein «Online-Gütesiegel» darstellt. Damit konnte eine «digitale Schweizer Identität» für Schweizer Unternehmen gestiftet werden. Für touristische Organisationen wie die Jungfrau Region (siehe Interview) liegen die Vorteile auf der Hand, aber auch für das weitere  Exportgeschäft ist die Internetadresse sehr  wertvoll und selbst zur Abgrenzung von ausländischen Billigangeboten im inländischen Markt nicht unerheblich. Denn der Boom des Onlinehandels – auch im B2B-Bereich – dürfte noch einige Zeit anhalten.

Gesuche für die Registrierung von Domain-Namen sind über die akkreditierten Registrare zu stellen. Die Liste der Registrare, alle weiteren Infos sowie gute Auftritte mit .swiss finden sich unter:

www.dot.swiss

www.nic.swis