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Digital

Wechsel auf modernes ERP lohnt sich

Wechsel auf modernes ERP lohnt sich
Anwendungsbereiche von Sage Business Cloud Enterprise Management sind Finanz-, Supply Chain- und Produktionsmanagement.
Bil: Sage

Digitalisierung und Globalisierung schreiten voran und erhöhen das Tempo und die Komplexität in Unternehmen aller Branchen. Gleichzeitig eröffnen Big Data und Machine Learning neue Möglichkeiten, Daten und Informationen für unternehmerische Prozesse und Entscheidungen zu nutzen. Herkömmliche Business Software und ERP-Systeme (Enterprise Resource Planning) stossen angesichts dieser Herausforderungen an ihre Grenzen. Der Wechsel zu einer Enterprise-Management-Lösung ebnet den Weg in die Zukunft.

Als in den 1980er-Jahren die ersten ERP-Systeme eingeführt wurden, revolutionierten diese den Geschäftsalltag. Anfänglich unterstützten sie Unternehmen hauptsächlich in den Arbeitsschritten rund um Produktionsprozesse. Später entwickelten sie sich zu Systemen zur Automatisierung und Steuerung von komplexeren Geschäftsvorgängen in Verwaltung, Finanzen, Personalwesen, Beschaffung, Fertigung, Vertrieb und Marketing. Zudem ermöglichten ERPs den laufenden Einblick in die betrieblichen Prozesse und sorgten so für eine grössere Transparenz.

Eine Studie von MarketWatch prophezeit dem ERP-Markt ein weiteres Wachstum von 47 Milliarden US-Dollar bis ins Jahr 2022, was einer jährlichen Wachstumsrate von rund sieben Prozent entspricht. So vielversprechend das Wachstumspotenzial, der ERP-Markt steht bei dieser Entwicklung denselben Herausforderungen gegenüber wie alle Unternehmen: der fortschreitenden Dominanz von Cloud-Lösungen, der Einführung von Künstlicher Intelligenz und Machine Learning, den immer grösser werdenden Datenmengen, die es zu verarbeiten gilt, oder dem Trend zu Blockchain und Krypto-Währungen. Softwareanbieter wie Sage nehmen sich diesen Themen an und entwickeln ihre ERP-Lösungen für kleinere und grössere Unternehmen laufend weiter.


Der Weg in die Cloud

Eine im September 2018 publizierte Studie des US-amerikanischen Marktforschungsunternehmens Gartner erwartet 2019 ein Wachstum von 17,3 Prozent für den gesamten Cloud-Markt. Es wundert also nicht, dass sich auch ERP-Systeme in diese Richtung bewegen, beziehungsweise durch cloudbasierte Enterprise-Management-Lösungen abgelöst werden. Neben der Vereinfachung des Datenzugangs, unabhängig vom Standort oder Endgerät, sind Cloud-Lösungen für Unternehmen kosteneffektiver, rasch implementierbar und einfacher skalierbar. Gerade für KMU ist auch der verhältnismässig kleinere Verwaltungsaufwand für Unterhalt, Software-Integrationen, Updates oder Upgrades interessant. Dadurch kann die Lösung schneller an neue Marktgegebenheiten und Rahmenbedingungen angepasst werden, ohne in teure neue Produkte investieren zu müssen. Gleichzeitig erleichtern cloudbasierte Lösungen den Zugang zu den neusten Technologien und Anwendungen, wie beispielsweise zur ortsunabhängigen Zeiterfassung.
 

Vereinheitlichung der ­Geschäftsprozesse

Nicht nur die Erfassung der Arbeitszeit soll heute möglichst flexibel und ortsunabhängig geschehen. International tätige und schnellwachsende mittelständische Unternehmen sind zunehmend darauf angewiesen, Daten- und Informationsströme verschiedener Standorte, Abteilungen, Netzwerke, Mitarbeiter, Geräte und Geschäftsprozesse verknüpfen zu können. Vor diesem Hintergrund entscheiden sie sich vermehrt für moderne Enterprise-Management-Lösungen, die ein vernetztes Arbeiten zulassen und beispielsweise mehrere Sprachen und Währungen unterstützen und verschiedene Gesetzgebungen berücksichtigen.

Diese Verknüpfung und Vereinheitlichung ebnet auch den Weg zu mehr Wirtschaftlichkeit. Denn: sie vereinfachen die Abläufe und reduzieren so die Kosten. Dank Datenaustausch in Echtzeit stehen allen Mitarbeitenden und Abteilungen stets dieselben Informationen zur Verfügung. Richtlinien und Abläufe können standardisiert und ortsunabhängig angewendet und umgesetzt werden, was Fehler minimiert und Folgekosten senkt. Die Zukunft geht dank Künstlicher Intelligenz sogar noch einen Schritt weiter: smarte Maschinen erkennen bei entsprechender Systemintegration sogar selbstständig Optimierungspotenzial im ­Betrieb und tragen so zur Produktivitätssteigerung bei. Sensoren, die etwa in Geräte, Paletten oder Lkw eingebettet werden, leiten Informationen weiter und ermöglichen Anpassungen auf der Grundlage von Echtzeitdaten.


Investition schnell amortisiert

Die Einführung einer neuen Software verursacht immer Initialkosten und einen gewissen Projektaufwand. Der Return on Investment bei der Einführung einer Enterprise-Management-Lösung betrage jedoch 177 Prozent, ergab eine Studie von Forrester, die Sage 2016 in Auftrag gab. Die Studie berechnete anhand eines aus Fallstudien aggregierten Musterunternehmens, wie hoch die Investitionskosten und die dank der modernen Business Software realisierten Kosteneinsparungen sind. Dabei zeigte sich, dass die Investitionskosten in die neue Enterprise-Management-Lösung bereits innert fünf Monaten amortisiert waren. Die aufgezeigten Einsparungspotenziale sind vielfältig und ziehen sich durch alle Geschäftsbereiche. So konnte das Musterunternehmen etwa die Lagerumschlagsgeschwindigkeit steigern und dank gemeinsamen und standardisierten Einkaufsprozessen Mengenrabatte und bessere Einkaufskonditionen verhandeln. Im Inventarwesen, im Sales Management und im Customer Service wurden ebenfalls Kosten gespart und gleichzeitig die Transparenz gesteigert.
 

Moderne Tools

Hand in Hand mit dem verbesserten Informationsaustausch im Geschäftsalltag geht die höhere Transparenz für Führungskräfte im Unternehmen. Integrierte oder extern angebundene Business-Intelligence-Funktionen ermöglichen Echtzeit-Reporting über alle Standorte hinweg und bieten jederzeit noch präzisere Einblicke in alle betrieblichen Bereiche sowie integrierte Analysefunktionen. Ein Blick in die Zukunft zeigt das weitere Potenzial der Business Intelligence: durch die zunehmende Digitalisierung vergrössert sich auch die Datenmenge, die von intelligenten Systemen verarbeitet wird. Mittels Machine Learning können diese künftig Algorithmen entwickeln, die historische Daten analysieren und darin Muster erkennen. Die daraus resultierenden Ergebnisse dienen als Grundlage für Geschäftsentscheidungen. Dabei ersetzen diese Systeme den Menschen keinesfalls. Sie bilden die Grundlage für eine so genannte «Augmented Intelligence». Der menschliche Entscheidungsträger wird mit computergenerierten Analysen unterstützt, gerade wenn die Daten zu komplex oder umfangreich sind.


Digitales Management-Tool

Die Zukunft gehört der Digitalisierung. Eine moderne Enterprise-Management-Lösung unterstützt Unternehmen dabei, den digitalen Wandel rechtzeitig zu vollziehen und stellt die Weichen für eine wettbewerbsfähige Unternehmensentwicklung. Der Entscheid für einen Soft-warewechsel bietet gleichzeitig auch die Chance, die Art und Weise, wie die betriebliche Leistung erbracht wird, zu hinterfragen. Es ist daher ein guter ­Zeitpunkt, um vorhandene Prozesse standortübergreifend zu überdenken, zu optimieren und an neuste und künftige Anforderungen anzupassen. Wer jetzt zu einer Enterprise-Management-Lösung wechselt, ist rechtzeitig auf die Herausforderungen der globalisierten und digitalen Welt vorbereitet.

* Der Autor Guido Gemperli zeichnet als Solutions Sales Executive beim IT-Dienstleister Sage Schweiz AG verantwortlich.

www.enterprise-management.ch