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Digital

WION zeigt virtuelle Baustelle

Gänsehaut-Effekt: Nicht wenige User bekommen beim Blick nach unten ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.
Fotos: Messe München/Johann Jilka

Die erstmals auf der weltgrössten Messe gezeigte Virtual-Reality-Show «bauma VR Experience» war laut Veranstalter Messe München an jedem Messetag nahezu ausgebucht. Rund 200 Menschen liessen sich täglich von einem virtuellen Bauaufzug in luftige Höhen transportieren und wagten den Rundumblick in rund 50 m Höhe. Die am Projekt beteiligten Unternehmen Doka, Geda, Bobcat, Trimble, Uvex und Hansa Flex demonstrierten eindrucksvoll, welche suggestive Kraft die virtuelle Realität entfalten kann.

Mit der Sonderschau «bauma VR Experience» realisierte die Messe München anlässlich der  Bauma (8. bis 14. April, München) erstmals eine virtuelle Baustelle: interaktiv, immersiv und mit garantiertem Gänsehauteffekt. Umgesetzt hat den rund zehnminütigen VR-Baustellenrundgang in Halle B0 die WION GmbH, ein Unternehmen der Swiss Professional Media AG, Basel.


Neben der gekonnten 3D-Animation sorgte vor allem die Einbeziehung einer vierten Dimension für emotionalen Tiefgang, wie Francesco Bellanza, Geschäftsführer der WION GmbH, sagt: «Wir nutzen die vierte Dimension in Form von Wind, der den Usern aus Windmaschinen ins Gesicht bläst und einer Rüttelplatte, um reale Aufzugsbewegungen zu simulieren. Dadurch erzielen wir ein totales Outdoor- und damit Baustellen-Feeling.» Als weiteren Aha-Effekt hat es WION geschafft, auf die von VR-Gaming bekannten Controller zu verzichten. Die Interaktion geschieht direkt mit den eigenen Händen.

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Francesco Bellanza, Geschäftsführer WION GmbH

Emotionale Kommunikationsform

Die Reaktion der User bestätigt die Gänsehaut-Strategie von Wion: Nicht wenige wagen aus Höhenangst kaum den Schritt aus dem virtuellen Aufzug; zum Nervenflattern kommt dann noch ein Schreckensschrei beim Blick nach unten. Für Mareile Kästner, Projektleiterin Bauma bei der Messe München, sind es gerade diese emotionalen Elemente, die für die Erlebniswelt «Virtuelle Baustelle» sprechen: «Virtual Reality und Augmented Reality sind neue, sehr interessante Technologien, um unseren Ausstellern innovative Präsentationsmöglichkeiten für ihre Produkte und Dienstleistungen an die Hand zu geben. Auch für uns war diese Art der medialen Darstellung Neuland. Das Schöne an der virtuellen Baustelle ist, dass man Produkte und Technologien in einem Umfeld präsentieren kann, das es in der realen Welt so kaum gibt oder nur sehr aufwendig zu realisieren wäre. Die dort gesammelten Eindrücke bleiben deshalb als emotionales Erlebnis viel mehr im Gedächtnis.»

Nicht umsonst plant man bei der Messe München, die virtuelle Welt auch für andere Messen und auf andere Branchen zu öffnen. «Ich sehe hier durchaus ein innovatives Kommunikationsmedium für unsere Aussteller und Kunden», sagt Projektleiterin Kästner. «Das konnte man übrigens bereits auf der diesjährigen Bauma erleben. Es gab einige Aussteller, die sich mit dem Thema Virtual und Augmented Reality intensiv auseinandergesetzt haben.»

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Oliver Kramer, CEO Swiss Professional Media AG

Für Oliver Kramer, CEO der Swiss Professional Media AG, sind die erfolgreichen Aktivitäten der WION GmbH ein Indiz, dass mit Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) eine neue Ära der Wissens- und Emotionsvermittlung angebrochen ist: «Wir hatten auf der Messe viele Gespräche mit Usern, die sofort gesehen haben, dass sich für Ihre Unternehmen vollkommen neue Arten der Produkt- und Dienstleistungskommunikation auftun.» Wichtig sei dabei allerdings, dass VR-Anbieter und –Kunde auf Augenhöhe kommunizieren: «Unser Alleinstellungsmerkmal ist, dass wir über unsere breit gefächerten Verlagsaktivitäten den direkten Zugang zu den Branchen haben, egal ob es um Medizin, Handel, Transport/Logistik oder Industrie geht: Wir kennen den Kommunikations- und Lösungsbedarf der einzelnen Branchen ganz genau und können diesen über unsere VR-Lösungen direkt widerspiegeln.»